de en

Die Injektion am Standort Ketzin verläuft seit Juni 2008 sicher und zuverlässig. Die Einspeicherung erfolgt kontinuierlich das ganze Jahr über. Das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ hat die Verbundnetz Gas AG (VNG) mit der Betriebsführung beauftragt. Zur Überwachung und Steuerung der Injektion ist die Betriebsstätte rund um die Uhr besetzt. Das erfahrene Personal der VNG überwacht die Anlieferung von CO2, die Zwischenspeicherung in den Tankanlagen und die gesamte Prozesskette der Injektion.

Die Betriebsingenieure und Vertreter der Wissenschaft des GFZ beurteilen in wöchentlich abgehaltenen Sitzungen den Fortschritt der Injektion. Der Betrieb verläuft unter der Maßgabe, die wissenschaftlichen Arbeitsprogramme sicher und im Einklang mit den, durch das LBGR (Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg), zugelassenen Betriebsplänen zu gestalten.

Das CO2, das in Ketzin angeliefert wird, wird in zwei Vorratstanks à 50 Tonnen gefüllt. Es ist flüssig, hat eine Temperatur von ca. -20°C und in den CO2-Tanks herrscht ein Druck von ca. 18 bar. Um das CO2 in die Bohrung bzw. den Speicherhorizont einzubringen, wird es auf ca. 35°C erwärmt und auf 60 bar verdichtet.

Am Pilotstandort Ketzin wird seit Juni 2008 überwiegend CO2 (> 59.000 t) der Firma Linde AG mit einer Reinheit > 99,9 % (entspricht Lebensmittelqualität) injiziert. Nur im Zeitraum vom 04.05.2011 bis zum 13.06.2011 erfolgte im Rahmen eines zeitlich und mengenmäßig begrenzten Experimentes die Injektion von 1.515 t CO2 aus der Versuchsanlage Schwarze Pumpe (Betreiber: Vattenfall). Dieses CO2 wird mit Hilfe des so genannten Oxyfuel-Verfahrens aus dem Kraftwerksprozess abgeschieden und besaß zum Zeitpunkt der Injektion am Standort Ketzin eine Reinheit von > 99,7 %. Das Experiment stellt die weltweit erste Speicherung von abgeschiedenem CO2 aus einem Kraftwerksprozess dar.

Durch die Installation von zwei Sicherheitsventilen an und in der Injektionsbohrung sowie permanenter, untertägiger Drucküberwachung und zusätzlichen CO2-Sensoren in jedem der drei Bohrlochkeller ist eine sichere Betriebsführung gewährleistet. Zur Überwachung des Injektionsbetriebes dienen auch weitere Druck- und Temperaturmesskabel, welche in allen Bohrungen permanent installiert sind. Die gesamte Anlagen- und Sicherheitstechnik wurde von unabhängiger Stelle vor der Inbetriebnahme überprüft.

Nach oben